"Unnötige Panikmache"

Voreilige Veröffentlichungen gefährden Gespräche über die künftige Krankenhausversorgung in Zweibrücken

Mit der Veröffentlichung ungeprüfter, angeblich interner Informationen über die Gespräche von Nardini-Klinikum, LVIM und Gesundheitsministerium über die Zukunft der Zweibrücker Krankenhauslandschaft gefährdet der Landtagskandidat der CDU, Dr. Christoph Gensch, eine zukunftsweisende Einigung über Perspektiven der Krankenhausstandorte in Zweibrücken. Diese Einschätzung vertritt Dr. Fred Konrad, ebenfalls Arzt und gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Rheinland-pfälzischen Landtag.

“Zum Einen kann ich die Information nicht bestätigen. Zum Anderen ist in der nächsten Landtagslegislaturperiode der Landeskrankenhausplan ohnehin fortzuschreiben. Für die Bettenzahl in der Geburtshilfe ist die Prognose über die Geburtenzahlen in der Westpfalz und deren Verteilung auf die verschiedenen Geburtskliniken entscheidend: Es wird aber weder im Mainzer Gesundheitsministerium, noch von Herrn Dr. Gensch im Zweibrücker Stadtrat festgelegt, für welche Klinik sich eine schwangere Frau bzw. ein Paar oder eine Familie entscheidet.

Als Mediziner muss es Herrn Dr. Gensch klar sein, dass für die Sicherung einer guten Qualität auch eine gewisse Zahl an Geburten Voraussetzung ist. Abgesehen davon, dass die Kooperationsgespräche nicht durch voreilige Veröffentlichungen gefährdet werden sollten, ist von der CDU, die in der Stadt und der Region Verantwortung trägt, zu erwarten, dass sie eine Stellungnahme – wenn schon nicht unterlässt – dann wenigstens sorgfältiger vorbereitet und die Daten der Bevölkerungsentwicklung und die Krankenhauslandschaft in unserer Region berücksichtigt. Einfach mal eine Forderung rauszuhauen, genügt hier sicher nicht. Für eine Verantwortungsübernahme in einer künftigen Landesregierung empfiehlt sich die CDU damit kaum.”

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