Flussumleitung und Kraftwerksbau in China

Eveline Lemke und Fred Konrad im Gespräch mit Umweltthriller-Autor Manuel Vermeer

Bei der Lesung: Fred Konrad und Eveline Lemke im Gespräch mit Autor Manuel Vermeer
[ Dr. Manuel Vermeer (links) im Gespräch mit Ministerin Eveline Lemke und Dr. Fred Konrad ]

Es geht um Wasser, um Staudämme, Energie und um die Umleitung ganzer Flüsse. Und es ist erschreckend nah an der Realität, was Dr. Manuel Vermeer, Sinologe und Fachbuch-Autor in seinem Umwelt-Thriller "Mit dem Wasser kommt der Tod" beschreibt. Ergänzt um Eindrücke der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke von ihren China-Reisen und um Anmerkungen von Fred Konrad zum politischen System in China  mutierte eine Krimi-Lesung zur Diskussion deutscher Wirtschaftsperspektiven im fernen Osten.

Wie werden Umwelt-, Rohstoff- und Energiefragen in China gesehen, wie geht das dortige System mit Kritik um, und wie nachhaltig ist die Umsetzung der politischen Vorgaben in der Praxis? Fragen, die sich unmittelbart an den Vortrag von Manuel Vermeer anschlossen. Smog in den Großstädten, immer mehr Atom- und Kohlekraftwerke, Mega-Staudammprojekte in ökologisch und geologisch sensiblen Bergregionen: das ist Realität in China. Ebenso aber Erwerb und Entwicklung deutscher Mittelstandsunternehmen und Kauf deutscher Umwelttechnik. "Jeder zweite Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz hängt vom Außenhandel ab", erläuterte die Ministerin. Chinesische Defizite im Bereich Demokratie und persönliche Freiheit nehme das selbstverständlich nicht weg, so Fred Konrad. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz – das geht!“ hatte eine Ankündigung des Abends gelautet. Dass dies gerade in der Zusammenarbeit mit China wichtige Perspektiven für Rheinland-Pfalz schafft, bekräftigte Eveline Lemke in ihrem Fazit - um nach der Diskussionsrunde auch auf konkrete Fragen aus der Region einzugehen, die die Mörsbacher Bürgerinitiative zu den Erweiterungsplänen der Zweibrücker Mülldeponie formuliert hatte.

(Pressebericht: Pfälz. Merkur vom 30. Januar)

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