Erst mit 75 in Rente?

Fred Konrad zum Grundsatzpapier des CDU-Vize

Aktuelle Äußerungen des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, (Bericht Rhein-Zeitung) kommentiert Fred Konrad, sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion:

„Auch wenn die CDU schon zurückrudert: Die Forderung von Christian Baldauf nach einem reellen Renteneintrittsalter von 70 steht im Raum. Damit versuchen Konvervative, den Druck auf Erwerbstätige weiter zu erhöhen. Die – wie Baldauf es ausdrückt – reelle Rente mit 70 bedeutet nichts anderes als ein reguläres Renteneintrittsalter von 73 oder sogar 75 Jahren.
Weil Menschen mit geringem Einkommen eine viel geringere Lebenserwartung haben, würde das bedeuten, dass sie oft das Rentenalter gar nicht mehr erreichen: Rente also nur noch für Gutverdiener.

Teile der CDU bereiten mit solchen abstrusen Vorschlägen nicht nur eine dramatische Zunahme der Altersarmut vor, sondern sie legen die Axt an die Grundlagen des Sozialstaates.
Nun dementiert die CDU die Baldauf-Forderung. Interessant ist, wie sie das tut: Die CDU weist darauf hin, was in anderen Papieren zur Rente stehe und das dies gültig sei. Die CDU dementiert indes nicht das Baldauf-Papier. Das bedeutet: In ihren Wirtschaftspapieren bereitet die CDU einen viel weitgehenderen Kahlschlag vor, als sie dies in der öffentlichen Kommunikation schon einsteht."

Zurück