Dr. med. Fred Konrad

Mitglied des Landtages (MdL) Rheinland-Pfalz

Im Einsatz

Das kennen wir doch alle. Wir möchten uns für etwas einsetzen das uns wirklich sehr wichtig ist, aber der Weg dahin ist mühsam, braucht Geduld und gleichgesinnte MitstreiterInnen.

Ein Gutachten des Medizinischen Dienstes brachte mich in die intensive Auseinandersetzung mit den Bestimmungen der Pflegeversicherung. Ich konnte und wollte nicht verstehen, wieso einem jungen Erwachsenen, der in allen Belangen auf fremde Hilfe angewiesen ist, nicht die höchste Pflegestufe zusteht. So war es meinem Sohn ergangen. Damals begann ich, mich intensiv mit den Bestimmungen der Pflegeversicherung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und chronischen Krankheiten auseinanderzusetzen. Schließlich bewarb ich mich beim Medizinischen Dienst (MDK) und wurde ärztlicher Gutachter (1997 – 1998). Dort wurde ich Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich mit der Begutachtung pflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher befasste. Nach dem Ende meiner Tätigkeit beim MDK arbeiteten einige Mitglieder bis zur Erarbeitung eines umfassenden Begutachtungsmodells für chronisch kranke und behinderte Kinder weiter.

So gerät man in die ehrenamtliche Arbeit. Das Modell landete zwar leider in der Schublade des Gesundheitsministeriums - damals unter Bundesminister Horst Seehofer - aber die Arbeit ging weiter.

Die beteiligten Gutachter blieben am Ball. 1998 gründeten wir die unabhängige „AG Kinderpflege“. Zwei Jahre später wurde ich Mitglied eines Pflegeversicherungs-Beraterkreises – diesmal unter der Gesundheitsministerin Andrea Fischer. Wieder ein Jahr später, 2003, wurde ich zudem Mitglied des „Arbeitskreises Pflege und Psychosoziale Versorgung“ des  Kindernetzwerkes und war 2005 an der Erstellung einer Dokumentation für Familien mit chronisch kranken und pflegebedürftigen Kindern beteiligt.

2007 ging es um die Übernahme von Kosten der Nahrung, auf die Kinder und Jugendliche angewiesen sind, wenn sie eine Ernährungssonde benötigen. Mit dem Arbeitskreis „Pflege Psychosoziale Versorgung“  im Kindernetzwerk e. V. war ich an der Vorbereitung und Durchführung wissenschaftlich begleiteter Familien-Wochenendseminare im Einsatz. Die Seminare richteten sich an Familien, deren Kinder erst seit geraumer Zeit von einer schweren, chronischen Krankheit oder Behinderung betroffen sind. Das Modellprojekt endete 2012 mit einer wissenschaftlichen Dokumentation.

 

Weitere Projekte

Politiker und Arzt sein – so wünsche ich mir mein Leben und Arbeiten.  Anspruchsvoll und erfüllend. Einige meiner kleinen sonstigen Leidenschaften möchte ich Ihnen hier verraten.

 

Mein weitreichendstes Projekt

Unterstützung für behinderte Kinder in Ruanda
[ © Fred Konrad ]

2012 reiste ich zum ersten Mal nach Ruanda und besuchte in Gatagara und Muramba  Einrichtungen, die behinderte Kinder und Jugendliche unterstützen.

2013 konnte ich in Begleitung von drei Orthopödietechnikern der Firma Wolf/ Bingen und einer Physiotherapeutin meinen Besuche wiederholen. Zusammen mit den dortigen Orthopädietechnikern kümmerten wir uns um bessere Sitzversorgung behinderter und rollstuhlfahrender Kinder.

Da die Kinder im Internat von Muramba dringend ein neues Dach über ihrem Kopf benötigen, sammelt das Ruanda-Komitee Zweibrücken

Spenden für den Bau neuer Häuser.

Kontakt: Gertrud Schanne-Raab, Mühlbergstr. 1, 66482 Zweibrücken, Tel: 06332/ 76968.

Vom 19. August bis zum 4. September 2014 fliege ich wieder in die gleichen Einrichtungen. Diesmal sollen die dortigen MitarbeiterInnen medizinisch und physiotherapeutisch geschult werden. Zusammen mit meiner Lebensgefährtin Esther Kurz, sie ist Physiotherapeutin und Bobath-Therapeutin, bereite ich gerade diese Schulung vor.

Mein anspruchsvollstes Projekt

Der Madrigalchor Klaus Fischbach
[ © Madrigalchor Klaus Fischbach ]

Seit 1979 singe ich, mit einigen Unterbrechungen, mit großer Begeisterung im zweiten Bass des Madrigalchors in Trier. Zu unserem Repertoire zählen Werke aus zehn Jahrhunderten kirchlicher und weltlicher Musik. Aufmerksamen Betrachtern fällt vielleicht auf, dass ich der Linksaußen auf dem Websiten-Foto unseres, in zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichneten, Chors bin.

Mein arbeitsintensivstes Projekt

Mein Haus in Käshofen
[ © Fred Konrad ]

Häuser wie dieses in Käshofen sind typisch für die Sickinger Höhe. Wohnhaus, Ställe und Scheune lagen in einer Reihe unter einem gemeinsamen Satteldach. Mit Unterstützung von Freunden und Verwandten arbeite ich seit 2001 an der schrittweisen Sanierung und am Umbau dieses (meines) Hauses in der Frühlingsstraße.